Zusatzblock

Der Blick vom Außen

Samstag, 12. November 2011
16:00 Uhr, Großer Saal, Haus auf der Mauer

Der Kamerablick in diesem Zusatzblock ist auf die menschlichen Sehnsüchte, Wünsche und Alltagsfreuden sowie auf das Verhältnis von Kunst und Geschichte in Südosteuropa gerichtet. Die Filmemacher aus Deutschland und Österreich lassen dabei ihren Protagonisten viel Raum, ihre eigenen Geschichten an den Zuschauer weiter zu geben.

„Die Architektur der Erinnerung“ (45 Min., Reinhard Seiss, Österreich 2010, Dokumentarfilm) U: Englisch,
Bogdan Bogdanović hat mit seiner Arbeit das Aussehen der Städte Mostar, Vukovar, Jasenovac und Belgrad geprägt. Indem er die nationalen Elemente des Denkmalbaus zu überwinden suchte und Raum für individuelle Sinngebung ermöglichte, schuf der bekennende Anti-Monumentalist eine zeitlose Erinnerungskultur.

With his work, Bogdan Bogdanović shaped the appearance of the cities of Mostar, Vukovar, Jasenovac, and Belgrade. By trying to get past the national elements of monument building and creating room for individual interpretation, the avowing anti-monumentalist built a timeless culture of remembrance.

„Der Mond ist ein schöner Ort“ (14:25 Min., Anna Maschlanka, Victoria Gurtovaj, Deutschland 2011, Dokumentarfilm)
Das Mädchen Nurie erzählt in kindlicher Weise von Albanien, von der Schönheit der sie umgebenden Welt und von ihren eigenen Träumen. In den Ruinen der Burg von Berat erklärt sie, warum sie lieber mit den Jungs spielt, auf welche Mauern man besser nicht klettern sollte und was sich mit den Jahren in ihrer Heimat alles ändern wird. Es zeigt sich, wie klar die Konturen der Welt sein können, wenn man sie mit Kinderaugen betrachtet.

In her childlike manner, Nurie talks about Albania, the beauty of the world around her, and her own dreams. Standing in the ruins of the castle in Berat, she tells us why she prefers to play with boys instead of girls, which walls you should better not climb upon, and what will change in her homeland during the next couple of years. It will become clear how easy and well-defined the world can be – if you look at it through the eyes of a child.